Studien

Wie lässt sich die Auswirkung von Meditation auf unser Mitgefühl "messen?"

Diese Studie hat einen geschickten Weg gefunden und liefert Ergebnisse die deutlich auf die positiven Wirkungen von Achtsmakeits-Praxis für das pro-soziale Verhalten hinweisen. Im Anschluss an ein drei-wöchiges Programm mit einer Achtsamkeits-App wurden die TeilnehmerInnen mit einer Situation konfrontiert die "nicht" Teil der Studie war: Verglichen mit der Kontrollgruppe boten die App Nutzer einer Person mit Krücken häufiger ihren Sitzplatz an.

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Die positiven Wirkungen von Achtsamkeit und Meditation werden uns an jeder Ecke angepriesen. Jedoch stehen vereinfachtende und oft populistische Versprechen nicht umbedingt im Einklang mit tatsächlichen wissenschaftlichen Erkenntnissen.

15 Experten haben in einem Artikel auf dieses Ungleichgewicht zwischen Forschungsstand und Heilsversprechen hingewiesen. Ein kritisches Verständnis über die Wirkungen von Meditation ist essentiell um einen konstruktiven Dialog zwischen Meditierenden, Wissenschaftlern, Therapeuten und Vertretern kapitalistischer Strukturen voranzubringen.

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Eine Studie über die Wirkung Tibetischer Klangschalen hat ein erstaunliches Resultat erzielt. 

Alle Teilnehmenden berichteten im Anschluss an die Klangschalen-Meditation von einer Reduzierung von Spannungen, Wut, Müdigkeit und depressiven Gefühlen. Überraschend hierbei jedoch war, dass jene Teilnehmenden die zuvor keine Erfahrung mit Klangschalen-Meditation hatten, eine stärkere Reduzierung von Spannungen erfuhren als jene die bereits Klang-Meditationen kannten.

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Meditation und Kreativiät

Zahlreiche Quellen im Internet verkünden die Kreativität-fördernden Effekte von Meditation. Wissenschaftliche Studien in diesem Bereich jedoch sind unschlüssig über eine solche Korrelation.

Erst seit 2012 wird die Wirkung von Meditation auf Kreativität genauer untersucht. Vorläufige Ergebnisse lassen vermuten, dass verschiedene Meditations-Formen unterschiedliche Wirkungen auf unsere Kreativität haben: Während "focused-attention meditation" (bspw. Atem-Beobachtung) keine positive Wirkung auf unser kreatives Denken zu haben scheint, so zeigt sich eine leicht positive Korrelation zwischen "open-monitoring meditation" (offenes Gewahrsein gegenüber Gedanken, Gefühlen und Körperempfindungen) und Kreativiät.

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Einsichtsreiche Studie über die Wirkung von bewusstem Atem auf unser Gehirn.

Während Schamanen, spirituell-Praktizierende und Athleten seit Jahrhunderten bewussten, tiefen Atem nutzen um beispielsweise Konzentration und Beweglichkeit zu steigern, zeigt eine neue Studie wie sich willentlicher Atmen auf unser Gehirn auswirkt. Laut der Studie verändert bewusster Atem die interne Verbundenheit verschiedener Gehirnregionen und aktiviert darüber hinaus Bereiche die uns sonst willentlich "unerschlossen" bleiben.

Das besondere an der Studie ist, dass sie Daten durch ein "intracranial EEG (iEEG)" gesammelt hat, also durch die Einsetzung von Elektroden direkt in das Gehirn -- anstatt Elektroden auf der Kopfhaut zu befestigen wie in einem klassischen EEG. Durch die iEEG Methode finden präsizere Messungen statt, wodurch die Studie einen wichtigen Beitrag zum Verständnis von kontemplativem Atmen geleistet hat.

Die vollständige Studie die im Journal of Neurophysiology erschienen ist, gibt es HIER

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Positive Wirkung von Meditation nach lediglich einer Woche.

Mit nur geringer oder gar keiner Erfahrung in Meditation begeben sich zehn LeserInnen der New York Times in ein Experiment: 15min tägliche Meditation für eine Woche. Alle Teilnehmenden berichten von den positiven Effektiven dieses Experiments! Auch wenn es sich hierbei um keine wissenschaftliche Studie handelt, so zeigt der Artikel doch bildhaft, dass keine jahrelange Praxis notwendig ist, um von Meditation zu profitieren, sondern dass bereits eine kurze tägliche Übung unser Leben bereichern kann.

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Die Kraft der Loving-Kindness Meditation

Meditationsformen die sich auf unser Herz und unser Mitgefühl fokussieren, existieren in verschieden Kulturen, unter anderem in christlicher Kontemplation oder in Buddhistischer Tradition. Während wir in der Loving-Kindness Meditation scheinbar anderen Menschen unsere mitfühlende Aufmerksamkeit schenken, so sind die positiven Effekte dieser Meditation für uns selbst jedoch enorm.

Emma Seppälä, Science Director am Center for Compassion and Altruism Research and Education an der Stanford University, liefert 18 wissenschaftliche Gründe die die vielschichtige Kraft der Loving-Kindness Meditation hervorheben.

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Basierend auf den Ergebnissen von 18 existierenden Studien aus den vergangenen 11 Jahren haben Forscher der Universities of Coventry und Radboud einen erstaunlichen Fund gemacht: Meditation und anderen body-mind Interventionen beeinflussen uns auf einer molekularen Ebene. Vereinfacht gesagt hemmt Meditation die Produktion eines bestimmtes Moleküls - names "nuclear factor kappa B (NF-kB)" - das für eine Stress-induzierte genetische Aktivierung verantwortlich ist. Meditation hat demnach einen Einfluss darüber, welche Proteine unsere DNA tatsächlich produziert. Diese Erklärung der Proteinproduktion ist eine wichtige Sichtweise um zu verstehen, wie Meditation sich positiv auf unseren Körper, unser Gehirn und unser Immunsystem auswirkt.

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Boomende Forschung im Bereich Achtsamkeit

Während "Achtsamkeit" in vielen Lebensbereichen stark an Popularität gewinnt, zeight auch die Forschung ein exponentielles Interesse an kontemplativen Methoden. Vor allem in den vergangen zehn Jahren ist die Zahl der peer-reviewed Publikationen jährlich stak gewachsen.

Wenn wir Yoga und verschiedene Meditationsformen hinzunehmen, dann werden momentan jedes Jahr über ein tausend Studien zum Thema Achtsamkeit veröffentlicht. Diese Entwicklung ist signifcant aus verschiedenen Gründen. Auf der einen Seite ergbit sich durch die intensive Forschung ein erstes fundamentales Verständnis physiologischer und psychologischer Wirkungsweisen von Meditation. Auf der anderen Seite verdeutlicht die exponentielle Entwicklung das enormen - und weiterhin wachsende - Interesse am Thema Meditation bei Wissenschaftlern an führenden Universitäten weltweit, beispielsweise Stanford, UC Bergkely oder Oxford University.

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Innovative Forschung auf dem Feld des Mitgefühls

Das ReSource Project am Max-Planck-Institut fur Kognitions- und Neurowissenschaften in Leipzip ist eine herauragende, groß-angelegte Studie die die jeweils unterschiedlichen Wirkrungen verschidener kontemplativer Methoden aus westlichen und östlichen Kulturen untersucht. Das ReSource Project verdient besondere Aufmerksamkeit im internationalen Kontext durch den Schwerpunkt auf die Frage ob und wie kontemplative Methoden unser Mitgefühl beeinflussen oder steigern können.

Eine der vielen Veröffentlichungen die aus dem ReSource Project hervorgegangen sind, zeigt, wie bestimmte Techniken das Stress-Hormon Cortisol senken können. Der Link gibt einen Einblick in dieses Teil-Ergebnis der Studie.

 

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Von vielen Experten als ein Meilenstein in der Neurowissenschaft gefeiert, wurde kürzlich eine neue, spektakuläre Karte des Gehirns publiziert, die nahezu 100 zuvor unbekannte Regionen detailliert - ein zuvor nie dagewesener Einblick in die Maschinerie des menschlichen Verstandes. Verantwortlich für die Erstellung dieser bahnbrechenden Karte spezialisierter Gehirnbereiche ist das Human Connectome Project. Neueste bildgebende Technologien von Gehirnprozessen wurden hierbei mit Programmen für künstliche Intelligenz kombiniert, um neue Regionen zu identifizieren.

 

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Das ReSource Projekt ist eine weltweit einzigartige, groß angelegte Studie zum mentalen Training mithilfe westlicher und fernöstlicher Methoden der Geistesschulung. Über einen Zeitraum von elf Monaten wurden interessierte Laien an ein breites Spektrum von mentalen Übungen herangeführt, mit deren Hilfe Fähigkeiten wie Aufmerksamkeit, Körper- und Selbstgewahrsein, eine gesunde Emotionsregulation, Selbstfürsorge, Empathie und Mitgefühl sowie Perspektivübernahme trainiert werden.

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Eine Studie des Teams um Dr. Sara Lazar (Harvard), welche 2011 vom Massachusetts General Hospital veröffentlicht wurde, zeigt die Veränderungen der Struktur in den Bereichen des Gehirns, welche für Lernen, Gedächtnis, Selbstbewusstsein, Mitgefühl und Stress zuständig sind.

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Die University of California untersuchte mit 48 Schülern die Auswirkung eines 2 wöchigen Meditationskurses auf die Ergebnisse eines "Graduate Record Exam" und konnte verbesserte Ergebnisse vor allem in den Bereichen Leseverständnis und Arbeitsgedächtnis nachweisen. Die Ergebnisse der meditierenden Schüler lagen durchschnittlich 16 Prozentpunkte höher als die der Kontrollgruppe.

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In einer groß angelegten Studie in 5 Mittelschulen in Leuven wurde die Auswirkung von Meditation auf die Symptome von Depressionen untersucht. Das Team um Prof. Filip Raes konnte eine Reduzierung der Anzahl der Schüler mit Symptomen von Depression um 29% nachweisen.

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Über einen Zeitraum von 11 Monaten führte das Max-Planck-Institut unter Leitung von Prof. Tania Singer eine Studie mit über 300 Probanden zur achtsamkeitsbasierten, mentalen Training auf Selbstbeobachtung, Gesundheit, psychisches Wohlbefinden und Einfühlung in andere durch.

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Im Rahmen einer Studie zu positiven Emotionen von Prof. B. L. Fredeickson von der Univerity of North Carolina wurde in 2008 die Auswirkung von regelmässiger Meditation bei 75 Erwachsenen erforscht. Die Resultate zeigten einen Anstieg der positive Gefühle und ein Rückgang von depressiven Symptomen.

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In der von Richard J. Davidson in 2003 durchgeführten Studie wurden die Auswirkungen eines 8-Wöchigen Meditationsprogramms auf die Gehirnaktivität und das Immunsystem untersucht. Hierbei wurde u.a. eine erhöhte Aktivität im linken Anterior, welches u.a. für positive Emotionen zuständig ist, sowie positive Effekte auf das Immunsystem festgestellt.

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